MÜ-LB 0000 -- Der andere Weg

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Inhaltsverzeichnis

Werk

Reihe/Serie:Mülbüsch LB
Band:0000
Titel:Der andere Weg
Datum:um 1955
Verfasser(in):G.F. Unger
Autor(in):Gert Fritz Unger

weitere Ausgaben

DatumReiheBandTitelVerfasser(in)
17.08.1959Wildwest-Roman0125Der andere WegG.F. Unger
xx.xx.1965Western-Express (Indra)0085Der andere WegG.F. Unger
xx.xx.1971Rodeo-Western0572Der andere WegG.F. Unger
08.06.1973Western-Bestseller0017Der andere WegG.F. Unger
xx.xx.1976G.F. Unger Western0176Der andere WegG.F. Unger
27.09.1982Western-Bestseller0501Der andere WegG.F. Unger
25.03.1986G.F. Unger0282Der andere WegG.F. Unger
Dezember 1990G.F. Unger TB43241Der andere WegG.F. Unger
11.12.1990Western-Bestseller0929Der andere WegG.F. Unger
19.01.1999G.F. Unger0950Der andere WegG.F. Unger
31.05.2005Western-Bestseller1683Der andere WegG.F. Unger

Inhalt

Untertitel: Dave Hallaghan war am Ende seiner Kraft, doch den Weg des Verrats wollte er nicht gehen ...

Sie tragen Schnürschuhe, plumpe, rohe und schlechte Schnürschuhe, obwohl sie wie Männer im Sattel sitzen, die als Knaben schon reiten konnten, bevor sie ihren eigenen Namen zu schreiben vermochten.
Ihre hageren und scharfen Gesichter sind sehr gebräunt, denn sie verbrachten die letzten Monate ihrer langen Haft bei harter Arbeit in Steinbrüchen und beim Straßenbau.
Sie sind beide sehr groß, aber auch sehr mager. Es fehlt ihnen an Gewicht.
Aber sonst sind sie sehr verschieden, das erkennt man schon an ihren Augen.
Dave Hallaghans Augen blicken ernst und prüfend.
In Brack Hallaghans Augen aber glüht es gierig und verwegen.
So erreichen sie die Gabelung der Poststraße und halten an. Ein von Winden und dem Wechsel der Jahreszeiten verwitterter Wegweiser besagt, daß die nordwestliche Gabelung nach Santa Fé führt, während man auf der südwestlichen Gabelung irgendwann nach Cochise County in Arizona gelangen muß.
Eine Postkutsche kommt von Osten her herangejagt. Die sechs Pferde schicken einen hallenden Hufschlag voraus. Manchmal knallt durch das Rasseln und Rumpeln eine Peitsche. Und die heisere Stimme des Fahrers ruft dann und wann anfeuernd: »Braaaah! Braaaah! Hoiiiiaaah!« 
Die beiden Brüder geben die Straße frei.
Dann jagt die Kutsche an ihnen vorbei und schlägt den Weg nach Santa Fé ein.
Als sie sich nochmals scharf umsehen, sehen sie einen Reiter, der aus einer Gruppe von Cottonwoodbäumen geritten kommt und sich nicht sonderlich beeilt.
»Da kommt Alum-Cal«, krächzt Brack Hallaghan sofort. »Es ist also alles richtig, Bruder.« Dann ist Alum-Cal bei ihnen, ein kleiner, magerer Revolverheld und Bandit, dessen Haut sich über eine scharfe Nase und stark hervorstehenden Wangenknochen spannt.
Niemand kennt seinen wirklichen Namen. Selbst auf den zehntausend Steckbriefen wird er nur Alum-Cal - Alaun-Cal - genannt.
Er verhält vor den Brüdern sein Pferd, und er grinst so sparsam, daß man sofort den Eindruck erhält, seine straffe Haut würde platzen, wenn er sein Gesicht auch nur noch um einige Millimeter verziehen würde.
Dann sagt er scharf wie Alaun: »Willkommen in freier Wildbahn, Freunde!«

zitiert nach Western-Bestseller 0501 (Rota-Seite)

Titelbild(er)

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